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Ratgeber

Woran Sie seriöse Anbieter für KI-Sichtbarkeit erkennen

Sichtbarkeit in ChatGPT, Gemini & Co. ist ein junger Markt, und junge Märkte ziehen neben seriösen Pionieren auch Trittbrettfahrer an. Viele Unternehmen erhalten derzeit Kaltakquise-Mails mit KI-Sichtbarkeits-Angeboten ab 99 oder 150 €. Manche davon stammen von anonymen Briefkastenfirmen mit Wegwerf-Domains. Mit diesen sieben Prüfpunkten erkennen Sie in wenigen Minuten, wem Sie vertrauen können, ganz gleich, ob Sie am Ende bei uns oder woanders landen.

  1. 1Gibt es ein Impressum?

    In Deutschland ist ein Impressum mit Name, Anschrift und Kontakt gesetzlich vorgeschrieben (§ 5 DDG). Fehlt es, ist das kein Versehen, es ist eine Entscheidung. Wer Ihnen etwas verkaufen will, sich aber nicht nennen mag, plant nicht, für sein Versprechen einzustehen.

    So prüfen Sie das: Scrollen Sie in den Footer und klicken Sie auf „Impressum". Kein Link oder eine Fehlerseite? Finger weg.

  2. 2Steht eine echte, auffindbare Person dahinter?

    Seriöse Anbieter nennen Menschen mit Namen und Gesicht. Unseriöse arbeiten mit Initialen, Stock-Fotos oder erfundenen Namen, die Absenderin der freundlichen E-Mail existiert dann gar nicht.

    So prüfen Sie das: Suchen Sie den genannten Namen bei LinkedIn oder Google. Keine Spur außerhalb der eigenen Website? Vorsicht.

  3. 3Wo sitzt der Anbieter wirklich, und welches Recht gilt?

    Deutsche Website, Euro-Preise, aber in den AGB steht plötzlich eine US-Briefkastenfirma und amerikanisches Recht? Dann können Sie im Streitfall praktisch keine Ansprüche durchsetzen, Vorkasse wäre ein Blindflug.

    So prüfen Sie das: Öffnen Sie die AGB und suchen Sie nach „anwendbares Recht" oder „LLC". Auslands-Briefkasten + Vorkasse = hohes Risiko.

  4. 4Ist die Methode nachprüfbar?

    Seriöse Anbieter sagen konkret, was sie prüfen (welche Checks, welche KI-Systeme, welche Messmethode) und was Sie am Ende in der Hand haben. Unseriöse bleiben im Nebel: „Wir optimieren Ihre Sichtbarkeit", womit, woran gemessen?

    So prüfen Sie das: Fragen Sie nach einem Beispiel-Report. Wer keinen zeigen kann oder will, hat meist keinen.

  5. 5Sind die Versprechen realistisch?

    Niemand kann Platzierungen in ChatGPT, Gemini oder anderen KI-Antworten garantieren, die Modelle ändern ihre Antworten laufend. Erfolgsquoten wie „92 % Verbesserung" ohne Quelle, Fallzahl und Messmethode sind Werbebehauptungen, keine Belege.

    So prüfen Sie das: Fragen Sie: „Woher stammt diese Zahl?" Seriöse Anbieter zeigen Messungen, unseriöse wechseln das Thema.

  6. 6Passt der Preis zur versprochenen Leistung?

    Menschliche Analyse, individuelle Umsetzung und persönliche Betreuung haben Kosten. Wer „Team-Review über sechs KI-Systeme" für 150 € verspricht, liefert in Wahrheit einen automatisierten Scan-Report, einmal erzeugt, nie wieder angefasst. Das kann ein fairer Einstieg sein, wenn es ehrlich so heißt. Unseriös wird es, wenn Massenware als Handarbeit verkauft wird.

    So prüfen Sie das: Rechnen Sie mit: Wie viele Menschen-Stunden stecken realistisch in dem Angebot? Passt das zum Preis?

  7. 7Wie alt ist die Domain, und gibt es Spuren zufriedener Kunden?

    Unseriöse Anbieter arbeiten mit Wegwerf-Domains: wenige Tage alt, keine Historie, keine Bewertungen, keine Kunden im Netz, dafür sofort Massen-E-Mails. Eine junge Domain allein ist kein Urteil (jede Firma fängt an), aber jung + anonym + Kaltakquise ist ein Muster.

    So prüfen Sie das: Prüfen Sie die Domain im Internet Archive (web.archive.org) und suchen Sie nach „[Anbieter] Erfahrungen". Nichts zu finden? Dann sind Sie der Testkunde.

Unser Maßstab: Jeder dieser Punkte ist bei uns nachprüfbar.

Impressum mit Name und Anschrift, ein Gründer mit Gesicht, deutsches Recht, ein Beispiel-Report auf der Startseite, wöchentliche Messung statt Garantie-Versprechen, und ein kostenloser KI-Sichtbarkeits-Check zum Ausprobieren, ohne Konto.

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